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1   Durch den Erhalt und die Umnutzung der alten Stallscheune zum Ferienhaus wird ein Beitrag zur Bewahrung der baukulturellen Geschichte des Ortes geleistet und ein Neubau in der Peripherie vermieden.
2   Die Räume im neuen Einbau sind vollumfänglich mit breiten Lärchenbrettern ausgekleidet. Das Holz stammt aus der Region.
3   Durch seinen dunklen Anstrich tritt der in den Strickbau eingefügte Neubau nach aussen sehr dezent in Erscheinung.
     
Projekt    
Michael Hemmi Architekt, Haldenstein
Objekt: Umnutzung Stallscheune
Ort: Vignogn GR
Baujahr: ca. 1850
Umbaujahr: 2014/15
 
Fotos: © Benedikt Redmann
   
   
   
Die nicht mehr gebrauchte Stallscheune steht am unteren Dorfrand von ­Vignogn und prägt das Ortsbild mit. Während der Stall teils gemauert und teils aus Kanthölzern gezimmert ist, ist die darüberliegende Heuscheune aus Rundhölzern locker gestrickt. Bei der Umnutzung zum Ferienhaus stellte sich die Frage, wie die rohe, archaische Qualität des Baus bewahrt werden könnte. So bleibt die charakteristische äussere Hülle im Wesentlichen unangetastet und dient als Rahmen für ein in sich autonomes neues Haus: einen in kleinstmöglichem Abstand zur bestehenden Konstruktion präzis eingefügten Ständerbau. Die räumliche Gliederung orientiert sich an der Struktur der Scheune. Durchdringungen der neuen Hülle durch bestehende Bauteile, und somit thermische Schwachstellen, werden weitgehend vermieden; auf Kontraste zwischen Alt und Neu im Innern wird konsequent verzichtet.
Schnitt
Erdgeschoss