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1   Das einstige Scheunentor wurde als raumhohe Fensteröffnung reaktiviert und schafft die Verbindung zum Berg. Geblieben sind die beiden Fenster und die Eingangstür, die vom Umbau zum Ferienhaus stammen.
2   Das Haus wurde zum See hin geöffnet und profitiert dadurch nicht nur von einer atemberaubenden Aussicht, sondern auch von viel Tageslicht.
3   Die Raumeinteilung des Ferienhauses wurde aufgelöst und ein grosser Raum geschaffen, der um einen Holzkern mit diversen Funktionen fliesst.
     
Projekt    
lilitt bollinger studio, Basel
Objekt: Umbau Ferienhaus in Wohnhau
Ort: Obstalden GL
Baujahr: ursprünglich ca. 1860, Umbau zu Ferienhaus 1986
Umbaujahr: 2016
 
Fotos: © Mark Niedermann
   
   
   
Für welchen ursprünglichen Zweck ein Gebäude gebaut wird, hatte bei diesem Projekt eine wichtige Bedeutung. Denn obwohl das Haus seit den 1980er-Jahren als Ferienhaus genutzt worden war, wurde es einst als Stall mit Heuboden erstellt. Die Architektin hat die ursprünglichen Charakteristika aufgegriffen und die räumliche Disposition gemäss der stalltypischen gewählt: als grossen offenen Raum. Dieser umfliesst einen zentral im Gebäudevolumen angeordneten Holzkern, der die Geschosserschliessung, ein Bad, eine Vorratskammer und eine Leseecke aufnimmt. Küche, Ess- und Wohnraum sowie Spiel- und Arbeitsbereiche verteilen sich lose um das runde Zentrum. Im Obergeschoss mit Galerie sind die privaten Räume angeordnet. Durch die Öffnung der Nordfassade und die Reaktivierung des einstigen Scheunentors als raumhohes Fenster entstehen Sichtbezüge zum See und zum Berg.
Obergeschoss
Erdgeschoss
 
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