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1   Die statischen Massnahmen zur Öffnung des Erdgeschosses wurden in massivem, walzrohem Stahl ausgeführt, was die Funktionalität unterstreicht.
2   Als räumliche Erweiterung wurden dem Dachgeschoss zwei Lukarnen aufgesetzt. Die im Schlafbereich ist als grosse Öffnung ausgebildet.
3   Der nun doppelgeschossige Essbereich: Die Eingriffe sind deutlich ablesbar mit Spuren der alten Balkendecke und geschnittenen Wänden.
     
Projekt    
Wülser Bechtel Architekten, Zürich
Objekt: Umbau Wohnhaus
Ort: Brugg-Windisch AG
Baujahr: 1931
Umbaujahr: 2017
 
Fotos: © Nicolaj Bechtel
   
   
   
Das stark sanierungsbedürftige Haus mit zwei kleinen Geschosswohnungen und Mansarde wird in ein Einfamilienhaus für eine junge Familie umgebaut. Prägnant für das Projekt ist der auf zwei Arten radikale Umgang mit dem Bestand, einerseits in der Direktheit des Abbruchs und andererseits im kompromisslosen Erhalt des Bestandes. Durch den bewussten Verzicht auf vereinheitlichende Massnahmen bleiben ursprüngliche Elemente des Hauses präsent. So werden etwa bestehende Bodenbeläge aus der Bauzeit belassen, Bruch- und Schadstellen mit Zement ausgegossen; Spuren von abgebrochenen Balkendecken oder geschnittene Wände bleiben als Eingriffe sichtbar und prägen die Atmosphäre. Die ursprüngliche Kammerung wird aufgehoben und eine räumliche Öffnung über alle drei Stockwerke erzielt. Durch das Aufsetzen zweier Lukarnen dringt über das Dach neues Tageslicht ins Hausinnere.
Axonometrie