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1   Die vorgelagerte Pergola, ein Erker, gemauerte Kamine und mit Platten verkleidete Dachaufbauten evozieren den Eindruck eines über die Zeit gewachsenen Gebäudes.
2   Der naturfarbene Kalkputz an Wänden und Decken zieht sich durch das ganze Haus und homogenisiert die verschiedenen Raumformen. Er verleiht den Räumen Tiefe und Sinnlichkeit, und er betont deren skulpturale Ausformung.
     
     
Projekt    
Schmid Schärer Architekten, Zürich
     
 
Objekt: Haus am Müseliweg
Ort: Zürich
Baujahr: 2013–2016
 
Fotos: © Roman Keller
 
Erdgeschoss
Schnitt
 
 
 
Eine enge, lang gezogene Parzelle am Hang und ein verwilderter Garten um eine prächtige Linde: Der verwunschene Charakter des Bauplatzes prägte die Vorstellung der Architekten für den Neubau. In der Folge entstand eine Sequenz von Raumbildern: Ein hoher Wohnraum mit einem grossen Fenster zur Linde, talseitig eine dem Hauskörper vorgelagerte Pergola als Erweiterung der Küche, der Ruheraum mit Sauna unter dem Dach, wie ein Vogelnest. Die Fügung dieser unterschiedlichen Räume erschliesst sich über den Schnitt: Das Herzstück bildet die Sequenz vom lang gezogenen Essraum hinauf zur luftig hohen Wohnhalle, eine Raumfolge quer durch die ganze Haustiefe, die den hinteren mit dem vorderen Garten verbindet. Küche und Bibliothek sind seitlich daran als Nischen angegliedert. Davon ausgehend entwickelt sich über alle Geschosse hinweg ein Loos’scher Raumplan, der verschiedenartige Raumcharakter auf kleiner Fläche ineinander verdichtet.